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23.05.2019, Hof

Gesundheitsvortrag stieß in Plauen auf großes Interesse

"Vom Miniskus zur Arthrose" - alles über Knieprobleme

Prof. Dr. med. Matthias Schürmann, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Handchirurgie am Sana Klinikum Hof

„Das Knie ist nicht nur ein Scharnier“ erklärte Professor Dr. Matthias Schürmann den fast 200 interessierten Zuhörern, die der Einladung des Sana Klinikums Hof zum Gesundheitsvortrag folgten. Vielmehr könne das Kniegelenk auch rotieren und Seitwärtsbewegungen ausführen und diene zudem als Stoßfänger.

Dass Knie in Deutschland so häufig operiert werden, liege allerdings nicht nur an ihrer wichtigen Funktion für ein unbeschwertes Stehen und Gehen, sondern auch daran, dass Orthopäden und Chirurgen gerne ihr Operationsgeschick unter Beweis stellen, und bisweilen auch unser Gesundheitssystem unnötige Operationen begünstige. „Es gibt Patienten, denen nicht mehr anders geholfen werden kann, und die tatsächlich operiert werden müssen“, stellte der Experte klar. Oft lohne es sich jedoch, abzuwarten und herauszufinden, ob sich eine Operation herauszögern oder sogar komplett vermeiden lässt. Anschaulich erklärte Professor Schürmann die verschiedensten Knieprobleme: Verletzungen an Weichteilen wie Meniskus, Bändern oder Knorpeln sowie an Knochen wie der Kniescheibe oder dem Unterschenkelkopf; Entzündungen wie Rheuma, Gicht oder seltene bakterielle Infektionen; Verschleißerkrankungen wie Arthrose.

Prinzipiell gilt: „Am Knie gibt es ein großes Potenzial für Selbstheilungen – aber das hat nicht immer Aussicht auf Erfolg.“ Wichtig seien deshalb fundierte Diagnosen durch ausführliche Gespräche und bildgebende Verfahren sowie individuelle Therapiepläne für jeden Patienten. Steht tatsächlich eine Operation an, kommt heutzutage meistens die sogenannte Schlüssellochtechnik mit kleinen Schnitten zum Einsatz. Dank modernster Operationsverfahren können Menisken transplantiert, Sehnen anstelle von kaputten Bändern eingesetzt, das Wachstum von Ersatzknorpel angeregt oder im Labor echte Knorpelzellen gezüchtet und anschließend wieder transplantiert werden.

Schürmann räumte mit gängigen Irrtümern auf: „Es gibt kein Medikament auf der Welt, das Knorpel wieder aufbauen könnte.“ Und er appellierte an die Eigenverantwortung der Patienten: „Sie müssen mitmachen.“ Besonders bei der Arthrose, einer nicht heilbaren Verschleißerkrankung der Kniegelenke, können die Patienten durch eigenes Engagement, ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung maßgeblich zum Behandlungserfolg beitragen. Der Mensch sei dazu gemacht, sich zu bewegen. Langes Sitzen und ungesunde Ernährung schaden den Gelenken. Zum Thema Gelenkersatz sagte Schürmann: „Das sollte nur gemacht werden, wenn der Leidensdruck hoch ist und alle konservativen Methoden ausgeschöpft sind.“ Auch hier gelte es für den Arzt, das individuell zum Patienten passende Gelenk sowie die richtige Operationsmethode zu finden.

 

Über das Sana Klinikum Hof
Das Sana Klinikum Hof gehört mit seinen 465 vollstationären Betten und 18 teilstationären Plätzen zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern in Bayern. In über zehn Fachabteilungen behandelt das Haus der Schwerpunktversorgung jährlich etwa 24.000 stationäre und 45.000 ambulante Patienten.
 

Kontakt

Anja Kley
Leitung Marketing, PR und Unternehmenskommunikation
Sana Klinikum Hof GmbH
Eppenreuther Str. 9, 95032 Hof
Tel.: (+49) 0 92 81 / 98 - 3341
anja.kley@sana.de | http://www.sana-klinikum-hof.de