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14.11.2019, Plauen

Gesundheitsvortrag der Experten des Sana Klinikum Hof sorgt für Aufklärung zu spannenden Themen

Schilddrüsenerkrankungen und Adipositas im Fokus

 v.l. Dr. Dykta, Frau Yobas, Professor Graeb

Gleich zwei spannende Gesundheitsvorträge konnten die Besucher am Mittwochabend im Capitol-Kino erleben. Themen waren zum einen die gar nicht so seltenen Erkrankungen der Schilddrüse sowie das Thema Übergewicht und Fettleibigkeit. Für beide Themengebiete verfügt das Sana Klinikum Hof über spezielle Kompetenzzentren. Dr. med. Maren Riechmann ist Sektionsleiterin endokrine Chirurgie und Leiterin des Schilddrüsenzentrums in Hof. Sie gab den Besuchern Informationen zur gesunden Schilddrüse und deren Erkrankungsbildern. „Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das aber lebenswichtige Hormone bildet“, so die Medizinerin, die darauf verwies, dass gerade die ausreichende Jodversorgung ein wichtiges Thema ist, um Erkrankungen der Schilddrüse zu vermeiden. Rund 200 Mikrogramm Jod pro Tag sind der Richtwert für Erwachsene, den man ansetzt und der durch die Nahrung abgedeckt werden muss. Meerestiere, Frischfisch, Algen und jodiertes Salz empfehlen die Experten. Denn wer unter Jodmangel leidet, leidet auch unter einem Mangel an Schilddrüsenhormonen. „Wer unter Schilddrüsenfehlfunktionen leidet, kann sehr verschiedene Symptome ausprägen. Bei Überfunktion entstehen häufig Gewichtsverlust, Durchfall, Herzrasen, hoher Blutdruck, Nervosität, vermehrtes Schwitzen, aber auch Erschöpfung oder Schlafstörungen. Leidet man unter einer Unterfunktion, dann klagen Patienten über Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme, Verstopfung, Haarausfall und oft auch einer Verminderung von Libido und Potenz“, verdeutlicht die Ärztin, wie mannigfaltig sich derartige Erkrankungen darstellen können. Sie stellte auch die diagnostischen Möglichkeiten von der Schilddrüsenhormonbestimmung bis hin zu Sonographie, Szintigraphie und Feinnadelpunktion vor, erklärte Unterschiede von heißen und kalten Knoten in der Schilddrüse sowie die Möglichkeit der Radiojodtherapie. Wie häufig derartige Erkrankungen der Schilddrüse sind, erstaunte die meisten Besucher, denn fast jeder dritte Erwachsene hat krankhafte Veränderungen an diesem kleinen Organ, das entlang der Luftröhre postiert ist und im Krankheitsfall sogar die Atmung einschränken kann. Dann helfe nur noch eine OP, um die vergrößerte Schilddrüse teilweise oder ganz zu entfernen. Die Gabe von Schilddrüsenhormonen wäre danach zwingend erforderlich. Dr. Maren Riechmann empfiehlt, sich bei Problemen mit der Schilddrüse, an Fachleute von Schilddrüsenzentren zu wenden und beraten zu lassen.

Im zweiten Teil des Abends ging es um das Thema Diäten und Fettleibigkeit. Hier referierte Dr. med. Michael Dykta, der Leiter des Adipositaszentrums Hof und Oberarzt der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Hof, über Menschen, die besonders kräftig sind. „Ab einem Body- Mass-Index – BMI – von 30 spricht man von Adipositas, ab vierzig von starker Fettleibigkeit. Es gibt aber durchaus Menschen, die einen Index von fünfzig, sechzig oder mehr aufweisen. In diesen Fällen ist eine konservative Gewichtsreduktion schlecht möglich, weil die Gelenke und Knochen das kaum mehr hergeben, dass man viel Bewegung betreibt“, so der Abnehm-Experte, der darauf verwies, dass zwei Drittel der Männer und über die Hälfte der Frauen übergewichtig sind. Etwa ein Viertel liegen bei einem BMI von 30 und mehr, nur wenige kommen wirklich auf einen BMI über 40. Bei denen aber ist der Leidensdruck besonders groß und die Lebenserwartung sinke dramatisch – um bis zu 14 Jahre. Dazu kämen jede Menge Folgeerkrankungen. Von Wundermedikamenten riet der erfahrene Arzt dringend ab – der Nutzen ist sehr eingeschränkt und die Medikamente sind oft teuer und werden nicht erstattet. Bewegung und eine proteinreiche, aber fett- und kohlenhydratarme Ernährung helfen da nachhaltiger. In schweren Fällen könne eine Operation helfen, die den Magen verkleinert. Die bislang übliche „Magenband- OP“ sei hier nicht mehr zeitgemäß. Eleganter kommenda schon die Schlauchmagen-OP oder die laparaskopische Bypass-Lösung daher, bei der die Nahrungsaufnahme minimiert wird. Die Ergebnisse sind erstaunlich, betonte der Mediziner. Nach einer OP verlieren die Patienten zwischen 50 und 90 Prozent des überschüssigen Körpergewichtes, bei Diabetikern mit extremen Übergewicht ist die Krankheit in mehr als zwei Dritteln aller Fälle soweit eingedämmt, dass die lästige Insulingabe abgesetzt werden kann. Auch Bluthochdruck, Schlafapnoe, Gelenkerkrankungen und Blutfettwerte würden sich verbessern. Und die Adipositas-Experten hatten ein fantastisches Beispiel parat. Die heutige Beraterin im Adipositaszentrum, Silvija Yobas war mit vor Ort. Die attraktive junge Frau unterzog sich selbst im Mai einer Magenbypass-OP und hat seither fünfzig Kilo Gewicht verloren, was zu spontanem Applaus im Auditorium sorgte. Sie erklärte, wie positiv sich ihr Leben verändert habe.
 

Über das Sana Klinikum Hof
Das Sana Klinikum Hof gehört mit seinen 465 vollstationären Betten und 22 teilstationären Plätzen zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern in Bayern. In mehr als fünfzehn Fachabteilungen behandelt das Haus der Schwerpunktversorgung jährlich etwa 24.000 stationäre und 45.000 ambulante Patienten.
 

Kontakt

Anja Kley
Leitung Marketing, PR und Unternehmenskommunikation
Sana Klinikum Hof GmbH
Eppenreuther Str. 9, 95032 Hof
Tel.: (+49) 0 92 81 / 98 - 3341
anja.kley@sana.de | http://www.sana-klinikum-hof.de