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01.07.2019, Hof

Seit Mai verfügt die Notaufnahme des Sana Klinikums Hof über das NIDA System – die sogenannte Digitale Nahtstelle zwischen Rettungsdienst und Klinikum. Bereits aus dem Rettungswagen werden über das NIDA-Pad mittels Mobilfunknetz, Daten des Patienten

Im Notfall zählt jede Minute.

v.l.n.r. Dr. med. Werner Schramm, Oberarzt der Fachabteilung Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie  und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Bereich Hochfranken, Stefan Kögler, Geschäftsführer BRK Kreisverband Hof , Tobias Hofer, Wachleiter Rettungswache Wunsiedel, Dr. med. Bernd Mandel, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme, Dr. med. Holger Otto, Geschäftsführer Sana Klinikums Hof, David Herpich, Teamleitung Bereich Pflege der Zentralen Notaufnahme des Sana Klinikums Hof

Wie funktioniert NIDA?
Im Sana Klinikum Hof werden alle eintreffenden Patienten des Rettungsdienstes in der Notaufnahme angezeigt. Die Daten sind auf einem PC und einem großen Bildschirm in der Notaufnahme sichtbar. Nach den Ampelfarben wird den Patienten eine Dringlichkeitsstufe zugeteilt. Die Ärzte erhalten im Klinikum bereits Angaben über den Zustand des Patienten sowie über den Bewusstseinszustand. Übertragen wird auch die voraussichtliche Ankunftszeit im Krankenhaus. Die erste Messung der Vitaldaten wird ebenfalls an die Notaufnahme übermittelt. Das „Arrivalboard“, ähnlich den Informationstafeln an Flughäfen und Bahnhöfen, zeigt den Mitarbeitern der Notaufnahme die wichtigsten Informationen zu den eintreffenden Patienten an. So können die Ärzte schon vor Eintreffen des Patienten sehen, welchen Blutdruck, welchen Puls, welchen Blutzuckerwert er hat und wie seine Sauerstoffversorgung aussieht. Auch ein EKG oder Fotos vom Unfallort können übertragen werden. Durch die Übermittlung von Name und Versicherungsdaten kann der Arzt in der Notaufnahme sich anhand der Krankenakte bereits über eventuelle Vorerkrankungen oder frühere Klinikaufenthalte informieren. Das Klinikpersonal kann dann bereits vor Eintreffen des Patienten die notwendigen Maßnahmen zur Übernahme und weiteren Versorgung vorbereiten. Das Rettungsdienstprotokoll wird direkt in das Krankenhaus-Informations-System übertragen und steht allen an der Behandlung des Patienten beteiligten Personen digital zur Verfügung. Und auch der Rettungsdienst profitiert von dieser Anbindung. Durch eine eingetaktete Übergabe in der Notaufnahme steht der Rettungswagen dann schneller wieder für neue Einsätze zur Verfügung.
 

NIDA im Klinikum
Bereits im April 2019 erfolgte am Sana Klinikum Hof die Kick-off-Schulung mit Teilnehmern aus Ärzteschaft und Rettungsdienst. Der Schulungsleiter des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen (ZTM) Thomas Schreiner hob noch einmal die Bedeutung und den Fortschritt durch den Einsatz von NIDA hervor. Im Mai ging NIDA in den Regelbetrieb über.

Vorteile von NIDA
Der Einsatz von NIDA bietet für alle Beteiligten zahlreiche Vorteile. NIDA optimiert die Abläufe im Klinikum und schafft Akzeptanz bei allen Akteuren, da NIDA auf Erfahrungen aus einer Vielzahl von Studien aufbaut. In der Klinik führen die Voranmeldungen zu einer deutlich besseren Planbarkeit für die Ärzte. Durch die frühzeitige Information und Alarmierung entsteht ein Zeit- und Informationsvorsprung, Patientenströme können noch vor dem Eintreffen in der Klinik bedarfsorientiert gesteuert werden. Die vollständige Übermittlung der Angaben zum Patienten macht zudem eine bessere Einschätzung der Behandlungsdringlichkeit möglich und weniger Telefonate für Abstimmungen mit dem Rettungsdienst nötig.
Das Pflegepersonal in der Klinik hat aufgrund der Optimierung der organisatorischen Abläufe mehr Zeit für die Patientenübernahme. Das Raum- und Belegungsmanagement gestaltet sich deutlich effizienter und spezielle Behandlungstechniken können bei Bedarf rechtzeitig vorbereitet werden. Darüber hinaus besteht auch für das Personal ein Informationsvorsprung in Bezug auf den Patienten. So kann beispielsweise vor Eintreffen des Patienten über eventuelle frühere Krankenhausaufenthalte recherchiert werden.

Der Geschäftsführer des Sana Klinikums Hof, Dr. med. Holger Otto, zeigt sich ebenfalls begeistert von NIDA. „Es ist ein wichtiger Informationsmeilenstein in der Notfallversorgung in unserer Region“. Das Informationssystem NIDA trage dazu bei, die Notaufnahme der Klinik über den Gesundheitszustand des gleich eintreffenden Patienten schnell und präzise aus dem Rettungswagen heraus zu informieren, so dass im Krankenhaus bereits die ersten wichtigen Vorbereitungen zur Notfallversorgung getroffen werden können, während der Rettungswagen noch auf der Anfahrt ist. Dieses, so Dr Otto, trage zum Wohle der Patienten bei.

Der Rettungsdienst wird vom Klinikum als professioneller und innovativer Partner geschätzt. Auch für ihn bietet NIDA zahlreiche Vorteile in der Handhabung. Sickerzeiten werden durch die Verbesserung der Übergabeprozesse reduziert. Zeitkritische Patienten können ohne Zeitverzögerung der richtigen Behandlungskapazität (z.B. CT, HKL, Schockraum) zugeführt werden. Die Behandlungskapazitäten und Betten sind bei Eintreffen bereits vorbereitet.
Schlussendlich profitiert natürlich der Patient. Er hat geringere Wartezeiten in der Notaufnahme und erhält nachweislich einen besseren Behandlungserfolg bei zeitkritischen Fällen (u.a. Schlaganfall, Herzinfarkt, Epilepsie, Trauma). Damit schafft NIDA es, eine höhere Lebensqualität und weniger Invalidität bei Patienten zu erzeugen.

Nach der Einführung des NIDA Systems kommt Dr. med. Bernd Mandel, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme des Sana Klinikums Hof zu einem ersten Fazit: Durch die Voranmeldung und den Einsatz des Info-Bildschirms können wir unsere Vorbereitungen auf den bevorstehenden Patienten optimieren. Die damit verbundene Zeitersparnis kommt der Diagnose und Behandlung des Patienten entscheidend zugute.
Dr. med. Werner Schramm, Oberarzt der Fachabteilung Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie und Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, Bereich Hochfranken freut sich sehr, dass das System jetzt im Sana Klinikum Hof zum Laufen gebracht wurde. Für ihn gehört in erster Linie der Patient zu denen, die von den Vorteilen profitieren gefolgt von der Klinik und dem Rettungsdienst. Er, als auch Tobias Hofer, Wachleiter der Rettungswache Wunsiedel, wünschen sich, dass noch mehr Kliniken das System implementieren. Wachleiter Hofer empfindet das NIDA System auch als eine absolute Bereicherung. Ein großer Vorteil stellen für ihn der Zeitgewinn für den Patienten und die Möglichkeit eine Zweitmeinung von einem Arzt über das System einholen zu können, dar.

Über das Sana Klinikum Hof
Das Sana Klinikum Hof gehört mit seinen 465 vollstationären Betten und 22 teilstationären Plätzen zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern in Bayern. In mehr als fünfzehn Fachabteilungen behandelt das Haus der Schwerpunktversorgung jährlich etwa 24.000 stationäre und 45.000 ambulante Patienten.

Kontakt

Anja Kley
Leitung Marketing, PR und Unternehmenskommunikation
Sana Klinikum Hof GmbH
Eppenreuther Str. 9, 95032 Hof
Tel.: (+49) 0 92 81 / 98 – 3341 anja.kley@sana.de
http://www.sana-klinikum-hof.de