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Medizinische Schwerpunkte

Palliativstation
Die Palliativstation versorgt Patienten mit schweren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen, für die es keine kurativen Behandlungsmöglichkeiten mehr gibtund die eine Linderung quälender Symptome, wie Schmerzen, Übelkeit, Luftnot, Angst, Blutungen oder Wundprobleme, benötigen. Zur ganzheitlichen Betreuung gehört neben der Behandlung körperlicher Leiden die Berücksichtigung psychischer, spiritueller/religiöser und sozialer Bedürfnisse sowie die Angehörigenunterstützung. Nach Besserung der Beschwerden wird eine Entlassung in die gewohnte Umgebung angestrebt.

Zum Palliativteam gehören Ärzte, Fachpflegekräfte, Physiotherapie, Psychologie, Seelsorge, Sozialdienst, Überleitungspflege und Hospizhelfer. Die Palliativstation verfügt über sechs große Einzelzimmer mit Dusche/WC und Angehörigenschlafplatz. TV und Radio sind selbstverständlich. Daneben gibt es Gemeinschaftsräume, ein Patienten-Spezialbad sowie einen Andachtsraum.Eine Terrasse mit Garten lädt zum Verweilen ein.

Die Anmeldung erfolgt über die Stationsärzte der Palliativstation. Vor stationärer Aufnahme klärt der Palliativarzt, ob der Patient die Aufnahmevoraussetzungen erfüllt. Es muss eine weit fortgeschrittene Erkrankung vorliegen, die besondere körperliche oder psychosoziale Leiden mit sich bringt, und für die es keine kurativen Behandlungsmöglichkeiten mehr gibt. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten.

Schmerztagesklinik
Der Schmerz ist ein Leit- und Warnsymptom für eine Erkrankung oder Verletzung. Bleibt der Schmerz trotz gezielter Behandlung oder Beseitigung der Ursachen bestehen, spricht man von einem chronischen Schmerz. Er beeinträchtigt die Lebensqualität des Betroffenen meist sehr.

Das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell berücksichtigt die sozialen, beruflichen und körperlichen Aspekte der Erkrankung. Es sieht eine multimodale Behandlung durch ein interdisziplinäres Team aus Schmerztherapeut, Diplom-Psychologe/Psychotherapie, Physiotherapie, Diätassistentin, Sozialpädagoge und Ergotherapie vor.

Zur Krankheits- und Schmerzbewältigung durchlaufen Gruppen mit bis zu acht Schmerzpatienten ein mehrwöchiges Programm. Die Behandlung erfolgt wochentags von 8.00 bis 16.00 Uhr im Sana Klinikum Hof. Angeboten werden:

Fünfwöchiges Schmerzbewältigungsprogramm
als Intensivprogramm für hoch chronifizierte Schmerzpatienten.
5 Wochen, Montag bis Freitag (ab 2011)

Alltags- und berufsbegleitendes Schmerzbewältigungsprogramm
für Patienten mit niedrigem Chronifizierungsgrad oder für Patienten, die berufsbedingt nicht an einer fünfwöchigen Therapie teilnehmen können.
12 Termine, 1x wöchentlich (ab 2012)

Schmerzbewältigungsprogramm
für Senioren basierend auf einer speziell auf die Bedürfnisse und körperliche Leistungsfähigkeit angepassten Therapie.
12 Termine, 1x wöchentlich (ab 2012)

Auffrischungsprogramm zur Wiederholung und Intensivierung
ein und zwei Jahre nach dem fünfwöchigen Schmerzbewältigungsprogramm.
1 Woche, Montag bis Freitag

Palliativmedizinischer Konsildienst
Aufgabe des Palliativmedizinischen Konsildienstes (PMD) ist die Mitbetreuung von Schwerst- und Sterbenskranken auf allen Stationen des Sana Klinikums Hof, für deren Erkrankung es keine kurative Behandlung gibt. Ziel ist die Linderung besonders belastender Symptome. Viele Patienten möchten wieder in ihre gewohnte Umgebung. Deshalb ist ein weiteres wichtiges Ziel, eine Verlegung nach Hause oder in eine geeignete Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. Der PMD kümmert sich auch um die sozialen, psychischen und spirituellen Probleme der Patienten. Er berät, wenn es um schwierige Fragen der Beendigung oder Nichtanwendung lebensverlängernder Maßnahmen in bestimmten Situationen geht. Und er begleitet die Betroffenen in den letzten Tagen und Stunden ihres Lebens.

Das PMD-Team setzt sich aus Mitarbeitern
verschiedenster Fachdisziplinen zusammen. Das Behandlungsspektrum umfasst unter anderem die Anpassung der Medikation, die Versorgung mit Schmerzmittelpumpen, Entlastungspunktionen, Gelenkinjektionen, Wundmanagement, Massagen, Bäderanwendungen, Bestrahlungen, Atemtherapie, Familienberatung, Klärung von sozialrechtlichen Fragen, Hilfsmittelversorgung, Verlegungsplanung, Patienten- und Angehörigengespräche sowie Seelsorge und Trauerbegleitung.

Schmerztherapeutischer Konsildienst
Dieser Konsildienst richtet sich an Patienten, die an akuten oder längere Zeit bestehenden Schmerzen unterschiedlicher Ursache leiden. Das Team setzt sich zusammen aus schmerztherapeutisch geschulten Ärzten, Fachkrankenschwestern und -pflegern („pain nurses“) sowie einer Psychotherapeutin. Die behandelten Schmerzsyndrome umfassen unter anderem Kopfschmerzen, Schmerzen der Gelenke und des Bewegungsapparates, Schmerzen bei Bandscheiben- und Wirbelsäulenproblemen, Neuralgien, Gürtelrose, Sudeck’scher Erkrankung, Phantom- und Stumpfschmerzen sowie Tumorschmerzen.

Versorgt werden können Patienten auf allen Stationen der Klinik, wenn der behandelnde Stationsarzt den Konsildienst anfordert.

Basierend auf einer Untersuchung des Patienten wird ein meist multimodaler Behandungsplan erstellt, d. h., neben ärztlicher Behandlung wird auch eine psychologische und physikalisch-physiotherapeutische Mitbehandlung durchgeführt.

Zum Einsatz kommen Verfahren wie Schmerzmittelaustestung und -einstellung, Schmerzmittelpumpenversorgung, Gelenkinjektionen, Schmerzkatheter-Anlagen, Nervenblockaden, Neuraltherapie, Akupunktur, manuelle Therapie, Krankengymnastik, Strom- und Gesprächstherapie.

Seeds gegen Prostatakrebs
Ein schonendes Verfahren zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms.