Medizinische Schwerpunkte
Kardiologie
Die Klinik für Kardiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin bietet sämtliche moderne Techniken der invasiven und nichtinvasiven Kardiologie in enger Kooperation mit der Radiologie und Neurologie an.
Herzkatheterlabor
Seit Mai 2009 wird das Herzkatheterlabor am Sana Klinikum Hof gemeinsam mit der kardiologischen Gemeinschaftspraxis Dr. Bodky/Rusch/Schwab betrieben. Dort sind alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren in Herzkatheter-Technik möglich. Verlegt werden muss nur noch für schwere herzchirurgische Eingriffe (z. B. Herzklappenersatz, Bypässe), wobei die Herzklappendiagnostik und OP-Vorbereitung im Hofer Krankenhaus erfolgen kann. Ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst mit erfahrenen Ärzten und Assistenzkräften sorgt für sofortige Hilfe bei einem akuten Herzinfarkt mittels Wiedereröffnung von verschlossenen Herzkranzgefäßen.
Die Herzkatheteruntersuchungen erfolgen nach modernsten Standards entweder über die Gefäße der Leiste, der Ellenbeuge oder des Handgelenks. Bei Verwendung der Gefäße am Handgelenk darf der Patient unmittelbar nach der Untersuchung wieder aufstehen. Die neu mit 20 Monitoren ausgestattete kardiologische Station M3 gewährleistet die enge Überwachung von Patienten nach Erweiterung der Herzkranzgefäße.
Im Einzelnen werden im Herzkatheterlabor folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Diagnostischer und therapeutischer Linksherzkatheter, ggf. mit Einpflanzung aller Stenttypen (einschließlich medikamentenfreisetzender Stents)
- Notfalleingriffe (z. B. intrakoronare Thrombusaspiration, Implantation von intraaortalen Unterstützungssystemen)
- Diagnostik von Herzklappen- und Shuntvitien, angeborenen Herzfehlern, Verengungen der peripheren Gefäße
- Rechtsherzkatheter bei Druckerhöhungen im „kleinen Kreislauf“ (z. B. bei pulmonaler Hypertonie)
- Perikardpunktionen und Herzmuskelbiopsien
- Einpflanzung von Verschlußchirmchen bei Defekten der Vorhofscheidewand (offenes Foramen ovale, Vorhofseptumdefekt) und Ventrikelscheidewand (Ventrikelseptumdefekt)
- Gefäßeingriffe an den Halsschlagadern (Carotiden), Nierenarterien und peripheren Gefäßen in Kooperation mit der Radiologie
Daneben werden sämtliche Geräte zur Therapie von Herzrhythmusstöungen im Herzkatheterlabor eingepflanzt. Hierzu ist in der Regel nur eine ötliche Betäbung notwendig.
Implantiert werden:
- Herzschrittmacher (1- und 2-Kammer-Geräe)
- Implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren (1- und 2-Kammer-Geräe)
- Kardiale Resynchronisationstherapie (3-Kammer-Geräe, siehe Abbildung)
- Implantierbare Ereignisrekorder
Die Nachsorge kann im Krankenhaus oder von kooperierenden niedergelassenen Kardiologen durchgefürt werden.
Ab Juli 2011 ist folgende Erweiterung des Leistungsspektrums geplant:
- Elektrophysiologische Untersuchungen bei Herzrhythmusstöungen und Synkopen
- Invasiver Ultraschall der Herzkranzgefäß
- Intrakoronare Messung des Blutflusses
- Entfernung von Fremdköpern in den Gefäßen und im Herzen
- Lokale Lysen und Thrombusaspirationen bei akutem ischäischen Schlag anfall in Kooperation mit der Neurologie und Radiologie
Mit der Einrichtung eines zweiten Linksherzkatheter-Messplatzes sind für 2012 folgende Innovationen vorgesehen:
- Ablationstherapie von Herzrhythmusstörungen (z. B. AV-Knotenmodulation, Isthmus- und His-Bündel-Ablation)
- Einpflanzung von Vorhofohrplomben
- Einpflanzung von Mitralklappenclips
- Nierenarteriendenervationstherapie bei Bluthochdruckerkrankungen
- Einpflanzung von Herzklappen (in Kooperation mit Herzchirurgie)
Kardiovaskuläre Diagnostik
Zur exakten Erkennung und Beurteilung von kardiovaskulären Erkrankungen stehen alle modernen Untersuchungsverfahren und Geräte auf dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung. Hierzu zählen insbesondere
- Herzultraschall (Echokardiographie) über die Brustwand und Speiseröhre
- Herzultraschall unter Belastung (Stressechokardiographie)
- Gefäßultraschall einschließlich Farbdoppleruntersuchungen
- Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, 24-Stunden-EKG
- 24-Stunden-Blutdruckmessung
- Synkopenabklärung einschließlich Kipptisch-Untersuchungen
Eine bedeutsame Zukunftstechnologie der kardiovaskulären Diagnostik ist die moderne Herzbildgebung mittels Computertomographie (Kardio-CT) und Kernspintomographie (Kardio-MRT). Diese modernen Verfahren erlauben eine zuverlässige Beurteilung der Struktur und Funktion des Herzens und des angrenzenden Gefäßsystems, ohne dass die Durchführung eines Herzkatheters primär notwendig ist. Kardio-CT und Kardio-MRT werden in Kooperation mit der Radiologie bzw. der MRT-Praxis Dr. Küpper im Klinikum durchgeführt.
Pneumologie
Auch die Pneumologie soll mit allen invasiven (Bronchoskopie) und nichtinvasiven Verfahren (insbesondere der Lungenfunktionstestung, Bodyplethysmographie) zur Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen weiter auf- und ausgebaut werden. Zukünftig soll mit der Spiroergometrie ein weiteres wichtiges Untersuchungsverfahren etabliert werden, das eine exakte Beurteilung von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel und deren Verzahnung in Ruhe und unter Belastung bei Kranken, aber auch bei Gesunden und Sportlern jeder Leistungsklasse erlaubt.
Auch die Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atemstörungen (Schlaf-Apnoe-Syndrom) im Schlaflabor stellt einen wichtigen Baustein in der interdisziplinären Therapie von Lungen- und Herzerkrankungen dar. Im Schlaflabor können jede Nacht bis zu acht Patienten untersucht und auf ein modernes Therapiegerät (z. B. CPAPMaske) eingestellt werden.
Internistische Intensivmedizin
Für Schwerkranke und Risikopatienten bietet auch weiterhin die interdisziplinäre Intensivstation mit zehn internistischen Betten eine qualitativ hochwertige Versorgung. Dort werden alle akuten und chronischen internistischen Krankheitsbilder nach aktuellem medizinischen Stand behandelt.
Hierzu verfügt die Station über eine moderne technische Ausstattung und erfahrene, exzellent geschulte Mitarbeiter. Auch kurze Eingriffe sind möglich, wie die elektrische und/oder medikamentöse Kardioversion bei Vorhofflimmern.




